Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK
Content Page Introduction

Scheuermann + Heilig

Die Scheuermann + Heilig GmbH setzt SAP ERP seit 2004 in den Bereichen Finanzbuchhaltung und Controlling, Disposition, Anlagenmanagement sowie Marketing und Vertrieb ein. Abgelöst wurden EBS und Bäurer.
  • BRANCHE

    Metallverarbeitende Industrie
  • THEMA

    Intelligentes ERP

Kundennutzen

  • Disposition und Kosten sind jederzeit transparent
  • Größere Flexibilität in der kundenspezifischen Fertigung
  • Kunden können schneller beliefert werden - inklusive elektronischem Lieferschein und -terminzusage

Scheuermann + Heilig - Das Unternehmen

Der Name Scheuermann + Heilig steht seit fünf Jahrzehnten für Qualitätsprodukte der Federn-, Stanz-, Biege- und Montagetechnik. Hauptabnehmer sind internationale Unternehmen in der Automobil- und Elektroindustrie, Elektronik- und Kommunikationsbranche. Im Stammhaus in Hainstadt beschäftigt die Firma über 400 Mitarbeiter, daneben arbeiten weitere 130 Mitarbeiter in der brasilianischen Niederlassung.

Das SAP-Projekt

Hohe Anforderungen sind nur mit einer intelligenten Software zu bewältigen. Daher führte Scheuermann + Heilig bereits 1983 ein ERP-System ein. Es war in seiner Funktionalität sehr komplex, hatte aber nicht die Möglichkeit einer Datenbankanbindung und keine grafische Benutzeroberfläche. Das machte die betriebswirtschaftlichen Auswertungen und Berichte wie zum Beispiel Informationen über Preisuntergrenzen aufwändig.

Im Personalwesen war seit 1999 ein neues System im Einsatz, das allerdings im Frühjahr 2003 zum Ende desselben Jahres vom Softwarehaus abgekündigt worden war.

Nach dieser Kündigung musste Scheuermann + Heilig innerhalb eines guten halben Jahres zumindest für die HR-Anwendungen eine zukunftssichere Alternative finden und einführen. Da auch andere ERP-Anwendungen durch die bestehende Lösung nicht ausreichend oder nur wenig benutzerfreundlich abgedeckt waren und man sich deshalb ohnehin schon lange mit der Anschaffung eines neuen Systems beschäftigt hatte, entschloss sich die Geschäftsleitung des Automobilzulieferers, die gesamte ERP-Landschaft inklusive Logistik auf die mySAP Business Suite Release 4.6 umzustellen.

Die Trennung der Systeme sollte zugunsten einer integrierten Lösung aufgehoben werden, um in der Finanzbuchhaltung und im Controlling einen Überblick über die Geschäftslage und alle Buchungen in Form aussagekräftiger und übersichtlicher Berichte zu erhalten. Weitere strategische Ziele waren, Geschäftsprozesse wie die Disposition, das Anlagenmanagement, die Kundenkommunikation und den Vertrieb zu optimieren und den Geschäftsablauf sowie die Kostenstruktur insgesamt transparenter zu gestalten.

Zwar war man sich der Vielschichtigkeit der SAP-Software und damit des Einführungsprojektes bewusst. Die ausschlaggebenden Gründe waren aber letztlich die Zukunftssicherheit des Systems und des Anbieters, die Funktionalität und die einfache Datenanbindung an Kunden, die ebenfalls SAP nutzen. Dazu kam die Planung, weiter international in Richtung USA und Asien zu expandieren.

Mittelstand unterstützt Mittelstand
Für Steeb entschied man sich, weil dieses Unternehmen ein seit Jahren erfahrener Spezialist für den Mittelstand und im Besonderen für die Kfz-Zulieferindustrie ist. Die Berater waren mit Branchenspezifika wie dem bereits genannten Konsignationslager, Gutschriftverfahren oder auch Chargenrückverfolgung für Rückrufaktionen ablauftechnisch bestens vertraut. Ein wirtschaftlich interessantes Angebot und die räumliche Nähe taten ihr übriges, um Steeb zu beauftragen.

Um das Customizing und die Einführung bis hin zur Realisierung überschaubar zu halten, wurde das Projekt in zwei Phasen unterteilt: Im Juni 2003 begann KWP mit den Arbeiten rund um die MySAP HR-Lösung, weil diese bis zum Jahresende live geschaltet werden musste. Steeb nahm sich die Module FI und CO vor. Die Logistik-relevanten Module sollten erst im Jahr 2004 implementiert werden. Für diese Einführung war ein Projektleiter mit acht Key Usern zuständig.

Phase I: in Time and Budget
Die erste Projektphase zur Einführung der »klassischen SAP-Module« HR, FI und CO verlief dank der sehr kompetenten Unterstützung durch die Beratungsteams von Steeb und KWP problemlos: Das Customizing und die Übernahme der Altdaten, die sich bereits in einer Oracle Datenbank befanden, ging schnell, die Tests der Einzelprozesse verliefen erfolgreich. Zum geplanten Termin am 1. Januar 2004 wurde die neue Lösung live geschaltet.

Phase II: Kernprojekt Logistik
Im Februar 2004 begannen das Customizing und die Einführung der Logistik-Module. Planmäßiger Abschluss sollte im Januar 2005 sein.

Eine anspruchsvolle Aufgabe war die Vorbereitung der Altdaten aus dem tabellenorientierten System C-ISAM. Alle Daten wurden in ASCII-Files ausgelesen und mit SAP-Tools in das SAP-System übernommen. Allerdings waren die Daten teilweise inkonsistent und daher stärker als erwartet zu überarbeiten: So sind zum Beispiel für den Export Zolltarifnummern erforderlich, die das SAP-Modul SD auf Logik überprüft. Da dies im alten System nicht vorgesehen war, mussten alle Daten vor der Portierung ergänzt werden. Auch die Vorgabezeiten für die Produktion mussten neu erfasst werden, weil SAP diese für die Kapazitätenabbildung und das Controlling benötigt, um jederzeit eine Auswertung zu ermöglichen.

Schnittstellenanpassung und -programmierung
Wie in so vielen SAP-Projekten war auch bei Scheuermann + Heilig die Schnittstellenanpassung für die Logistik-Module eine technische Herausforderung, wobei hier für die Mehrzahl der Anwendungen SAP-Standardschnittstellen vorhanden waren, die allerdings an den kundenspezifischen Bedarf angepasst werden mussten.

Intensive Schulungen sichern Erfolg
Während die Schulungen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling recht schnell absolviert wurden, war der Aufwand im Logistik-Projekt deutlich höher. Dies deshalb, weil nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbezogen werden mussten.

Diese beherrschten zwar das bis dahin bestehende System gut, hatten aber noch keine Erfahrung mit dem modernen SAP-System. Die verantwortliche Rolle spielten hier die Key User, die ihre Kenntnisse in den Customizing Workshops erlernt, die Prozesse dokumentiert und die Schulungsunterlagen erstellt hatten. Sie führten auch die intensiven Schulungen durch, die bereits im Herbst 2004 begannen, um auch User-seitig eine erfolgreiche Einführung und spätere Nutzung zu garantieren.

Aufgrund unvorhersehbarer Verzögerungen dauerte das Logistik-Projekt insgesamt drei Monate länger als geplant. Doch der hohe Aufwand zur Umstellung der geschäftskritischen Prozesse auf die moderne Business-Software hat sich für Scheuermann + Heilig gelohnt: Die Anwender arbeiteten von Beginn an gut mit dem System, alle Aufträge konnten von Anfang an reibungslos ohne eine einzige Kundenreklamation abgewickelt werden. Disposition und Kosten sind nun jederzeit transparent, die Flexibilität in der kundenspezifischen Fertigung der rund 4.000 verschiedenen Produkte ist deutlich größer, so dass die Kunden schneller beliefert werden - inklusive elektronischem Lieferschein und -terminzusage.

Mit SAP Basis für weitere Optimierungen geschaffen
Mit den bisher eingesetzten Modulen ist das SAP-Projekt noch nicht zu Ende: Die bereits laufenden Prozesse werden ständig, gewissermaßen »on the job«, optimiert. Als nächstes Projekt plant Scheuermann + Heilig die Integration und Automatisierung des Gutschriftverfahrens. Durch die Ausweitung der elektronischen Archivierung soll der Belegfluss optimiert und das Ablagevolumen reduziert werden.

Um die Lagerbewegungen noch schneller in das System einzuspeisen, werden zukünftig alle Ein- und Ausgänge vor Ort über Barcode eingescannt und per Funk an das SAP-System übergeben. Scheuermann + Heilig hat dafür das Konzept bereits erstellt und ist derzeit auf der Suche nach einem passenden Hardware-Lieferanten.