Für die Gruppe 2025/26
Ausblick
Voraussichtliche Unternehmensentwicklung
Der Vorstand der All for One Group SE hat die im letzten Geschäftsbericht 2024/25 angegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 am 7. Mai 2026 angepasst. Ursächlich hierfür sind vor allem die weiter anhaltend hohen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere durch die Krise im Iran und GCC-Raum, sowie die strukturellen Veränderungen im IT-Umfeld. Ein kurzfristiger Nachholeffekt wird daher nicht mehr erwartet.
Vor dem Hintergrund der sich weiter beschleunigenden Transformation hin zu Cloud- und KI-basierten Geschäftsmodellen und der damit verbundenen angepassten Positionierung der SAP, hat die Gesellschaft am 7. Mai 2026 unter dem Namen »Precision« ein Programm zur Steigerung der Wettbewerbsstärke beschlossen. Der Vorstand der Gesellschaft rechnet im Zusammenhang mit der Umsetzung dieses Programms im Geschäftsjahr 2025/26 mit einmaligen Aufwendungen in Höhe von bis zu 20 Mio. EUR. Im Wesentlichen entstehen diese Personal- und Sachaufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Anpassung der Go-to-Market und Delivery Strategie der Gesellschaft mit gezieltem Fokus auf Cloud und KI.
Der Vorstand passt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 an den bisherigen Geschäftsverlauf an. Er geht, nun erstmals unter Einbeziehung der »apsolut Group« ab März 2026, von einem Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2025/26 in Höhe von 500 bis 530 Mio. EUR (zuvor exklusive »apsolut Group«: 500 bis 530 Mio. EUR) aus. Im Hinblick auf das EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) wird unter Berücksichtigung der Einmalaufwendungen für das Geschäftsjahr 2025/26 und ebenfalls erstmals unter Einbeziehung der »apsolut Group« nunmehr ein EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) von 0 EUR mit einer Schwankungsbreite von 5 Mio. EUR (zuvor: 27,5 bis 34,5 Mio. EUR) erwartet.
Prognose 2025/26
| in Mio. EUR, sofern nicht anders vermerkt | Ist 2024/25 | Prognose 2025/26 ohne apsolut (21 November 2025) |
Prognose 2025/26 mit apsolut (7 Mai 2026) |
| Umsatzerlöse (IFRS) | 503,7 | 500 – 530 | 500 – 530 |
| EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS) | 26,0 | 27,5 – 34,5 | + / - 5 |
| Mitarbeiterbindung (in %) | 90,4 | 89 – 90 | 89 – 90 |
| Gesundheitsindex (in %) | 96,8 | 96,5 – 97,0 | 96,5 – 97,0 |
Geopolitische Konflikte dämpfen Markterwartung
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognosen für dieses Jahr wegen des Iran-Kriegs und der infolgedessen stark gestiegenen Energiepreise deutlich gesenkt. 2026 wird nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 0,6% erwartet, wie die Institute mitteilten – vor rund einem halben Jahr hatten sie noch mit einem Plus von 1,3% gerechnet.
Anhaltende geopolitische Unsicherheiten, hohe Energiepreise und strukturelle Anpassungen belasten sowohl die Industrie als auch den privaten Konsum. Die wirtschaftlichen Risiken bleiben angesichts der unklaren handelspolitischen Ausrichtung der USA und der globalen Nachfrageentwicklung weiterhin hoch.
Trotz des herausfordernden Marktumfelds prognostizierte der Digitalverband Bitkom für das Jahr 2026 ein Wachstum des IT‑Services‑Markts um rund 4,4 % (Jan 2026). Das Marktforschungsinstitut SITSI erwartete ein Plus von 3,5 % für IT‑Services und 6,0 % für SAP‑bezogene Dienstleistungen (Feb 2026).
Gartner, weltweit führendes Analysehaus für den IT-Service Sektor, sieht den KI-Service Markt bis 2029 auf über 500 Mrd. USD anwachsen (»Forecast Analysis: Artificial Intelligence Services, Worldwide«, 2. Sep 2025). IT-Dienstleister können überdurchschnittlich wachsen und strukturell an Wert gewinnen, weil KI‑Services zum zentralen Hebel der digitalen Transformation werden und langfristig große, skalierbare und wiederkehrende Erlösströme schaffen.