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Unternehmensführungspraktiken

Verantwortungsbewusste Unternehmensführung leben

Unsere Unternehmensführungspraktiken sind geprägt von fairer, transparenter und korrekter Zusammenarbeit – mit Mitarbeitern genauso wie mit Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Verantwortungsbewusste Unternehmensführung bedeutet für uns zudem, innerhalb von Entscheidungs- und Kontrollprozessen die gesetzlichen Vorschriften zu beachten und darüber hinaus reichenden Empfehlungen aktiv umzusetzen.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der All for One Group AG nehmen ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr. Nach §13 der Satzung der Gesellschaft gewährt jede auf Namen lautende Stückaktie eine Stimme. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Die Hauptversammlung entscheidet in allen ihr durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Fällen.

Aufsichtsrat

Die zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats besteht in der Beratung und Überwachung des Vorstands. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern, davon zwei Arbeitnehmervertreter. Die Kompetenzen und Pflichten des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sind im Aktiengesetz, in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse geregelt. Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele benannt und ein entsprechendes Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich grundsätzlich daran.

CGB

Vorstand

Als Leitungsorgan einer Aktiengesellschaft führt der Vorstand die Geschäfte »unter eigener Verantwortung« (§76 Abs. 1 Aktiengesetz) bzw. weisungsunabhängig und ist im Rahmen der aktienrechtlichen Vorschriften an das Interesse und die geschäftspolitischen Grundsätze des Unternehmens gebunden. Bei der Ausübung seiner Leitungsmacht ist der Vorstand zudem der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, über die Unternehmensstrategie sowie über mögliche Risiken. Die Kompetenzen und Pflichten des Vorstands sind im Aktiengesetz, in der Satzung, in der Geschäftsordnung sowie im Geschäftsverteilungsplan des Vorstands geregelt.

Vergütungsbericht

Im Vergütungsbericht ist das Vergütungssystem des Vorstands erläutert. Im Konzernanhang wird zudem über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat individualisiert und getrennt nach fixen und variablen Anteilen sowie nach gewährten Zuwendungen und nach Zufluss eingehend berichtet. Der Ausweis der Vorstandsvergütung entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Struktur der Vergütungssysteme wird regelmäßig überprüft.

Aktienoptionsprogramme und andere ähnliche Anreizsysteme

Es bestehen derzeit keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme für die Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Vorstands.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten Anteile an der All for One Group AG. Die aktuelle Übersicht dazu finden Sie unter Anlegerstuktur. Alle Veränderungen im Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat wurden gemäß den gesetzlichen Vorschriften veröffentlicht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird nach IFRS, der Jahresabschluss nach HGB aufgestellt. Nach Erstellung durch den Vorstand werden Konzernabschluss und Jahresabschluss vom Abschlussprüfer geprüft, vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt und innerhalb von 90 Tagen nach dem Geschäftsjahresende veröffentlicht. Zudem werden für die ersten drei Quartale eines Geschäftsjahres Zwischenberichte in Form von zwei Quartalsmitteilungen sowie einem Halbjahresfinanzbericht veröffentlicht. Eine prüferische Durchsicht dieser Zwischenberichte erfolgt nicht.

Transparenz

Eine auf einheitliche, umfassende und zeitnahe Informationen ausgerichtete Informationspolitik hat bei uns einen hohen Stellenwert. Daher unterrichtet das Unternehmen sämtliche Interessensgruppen regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen und Entwicklungen. Die wichtigsten Kommunikationsinstrumente stellen dabei das Internet sowie die Homepage der Gesellschaft dar. Die Berichterstattung erfolgt zudem im jährlichen Geschäftsbericht, in Zwischenberichten und Quartalsmitteilungen, sowie etwa im Rahmen von Gesprächen und Konferenzen mit Analysten und Journalisten.

Darüber hinaus werden weitere Informationen in Form von Pressemitteilungen sowie Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht. Den gesetzlichen Mitteilungspflichten, etwa zu Stimmrechtsmitteilungen oder Eigengeschäften von Führungskräften, wird entsprochen. Mitteilungen, Präsentationen und Berichte sind zudem im Internet auf dieser Homepage einsehbar. Das vorgeschriebene Insiderverzeichnis gemäß Artikel 18 der Marktmissbrauchsverordnung hat die Gesellschaft angelegt und pflegt dieses laufend. Die betreffenden Personen werden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

Dem Prinzip des »Fair Disclosure« folgend, werden alle Aktionäre und wesentliche Zielgruppen bei Informationen grundsätzlich gleich behandelt. Aus gesetzlichen Gründen könnten Aktionäre Informationen, die zur Erstellung ihrer Konzernrechnung, Konzern(zwischen)berichterstattung sowie Konzernplanung erforderlich sind – teilweise auch vorab erhalten. In solchen Fällen würden die entsprechenden Empfänger dieser Informationen stets zur Verschwiegenheit und zur vertraulichen Behandlung der Informationen verpflichtet.

Code of Conduct

Zu den bei All for One Group angewendeten Unternehmensführungspraktiken zählen vor allem die für alle Mitarbeiter der Unternehmensgruppe gültigen Richtlinien unseres Compliance Management Systems. Damit verdeutlichen wir den Anspruch, den wir an das Verhalten unserer Mitarbeiter, Geschäftsführer und Vorstände stellen. Zudem machen wir so die wesentlichen Prinzipien unseres Verhaltens gegenüber Kunden, Partnern, Lieferanten, Wettbewerbern und Aktionären bekannt. Mit der Umsetzung dieser Richtlinien im geschäftlichen Alltag bekennen wir uns zugleich zum Engagement für gesetzeskonformes, verantwortungsbewusstes und integres Handeln im Wettbewerb sowie zum Schutz von Daten. Gleichzeitig sprechen wir uns gegen Korruption aus. Unsere Compliance-Organisation ist damit betraut, gruppenweit die Einhaltung des Verhaltenskodex und anderer unternehmensinterner Richtlinien zu überwachen. Darüber hinaus prüft sie diese Richtlinien regelmäßig, aktualisiert sie bei Bedarf und schult die Mitarbeiter und Führungskräfte.

Steuerungsgrössen und Kontrollsystem

Als Schlüsselkennzahlen zur finanziellen Konzernsteuerung werden die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) verwendet. Diese finanziellen Leistungsindikatoren sind im Hinblick auf einen möglichst nachhaltigen, profitablen Wachstumskurs aufeinander abgestimmt.

Da in einem Dienstleistungsunternehmen wie der All for One Group AG dem Faktor »Personal« in vielerlei Hinsicht eine wichtige Bedeutung zukommt, verwenden wir neben den finanziellen Leistungsindikatoren zudem folgende nicht finanzielle Leistungsindikatoren als gruppenweite Steuerungsgrößen:

Mitarbeiterbindung

Unser Geschäftserfolg hängt wesentlich von der Qualität ab, mit der wir Geschäftspartner wie Kunden, Lieferanten oder Aktionäre betreuen. Personelle Kontinuität und die Fähigkeit, auf dieser Basis nachhaltig stabile und belastbare Geschäfts­partnerbeziehungen aufzubauen und zu erhalten, beeinflusst die Wahrnehmung unserer Betreuungsqualität erheblich. Als Steuerungsgröße dazu dient uns eine Mitarbeiterbindung (100% minus Verhältnis von ungewollten Abgängen zum Personal­bestand am Anfang der Berichtsperiode plus den Zugängen im Berichtsjahr).

Gesundheitsindex

Unser Gesundheitsmanagement Programm zielt darauf ab, die hohe Leistungsfähigkeit unseres Personals zu erhalten und weiter auszubauen. Zudem wollen wir damit möglichen krankheitsbedingten Ausfällen proaktiv entgegenwirken. Als Steue­rungsgröße dazu dient uns ein Gesundheitsindex (100% minus Anzahl Krankentage bezogen auf die Sollarbeits­tage einer Berichts­periode).

In unserem Jahres- und Konzernabschluss berichten wir regelmäßig über die Entwicklung der finanziellen wie der nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

Gemäß §91 Abs. 2 Aktiengesetz hat der Vorstand in seiner Gesamtverantwortung für den Konzern ein Risikofrüherkennungssystem eingerichtet, um bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Das Risikofrüherkennungssystem ist integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse. Zudem hat der Vorstand ein konzernweites Compliance Management System eingerichtet. Eine detaillierte Darstellung des Risikomanagement-Systems, des internen Kontrollsystems und des Compliance Management Systems ist im Chancen- und Risikobericht als Teil des Konzernlageberichts veröffentlicht.

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